Presse & News

Stundenlange Arbeiten an Kläranlage in Helsa

Bericht aus der HNA vom 20.08.2022

 

Neue Räumschilder mit Kran eingehoben

Helsa – Die Feuerwehr, Mitarbeiter, eine Fachfirma und 24 Stunden lang volle Konzen-tration waren zuletzt bei einem Arbeitseinsatz an der Helsaer Kläranlage gefragt. Nötig war das, um in der Anlage drei neue Räumschilder einzubauen. Ein Räumschild schiebt die Biomasse im Nachklärbecken in einen Trichter und von da aus ins Belebungsbecken, wo sie mit Sauerstoff versorgt wird. Für den Austausch hatte sich die Gemeinde für ein kostengünstiges Verfahren entschieden, teilt das Rathaus jetzt mit. Das sei nur mithilfe der beiden Mitarbeiter für den Bereich Abwasser, Gerrit Brandau und Rainer Kohlhaase und den Feuerwehrkameraden Sascha Dippel und Tim Noll möglich gewesen. Die Wehrleute entleerten das betroffene Becken mit Feuerwehrpumpen, um das Räumschild freizulegen. Allein das dauerte zwölf Stunden. Die Mitarbeiter arbeiteten in Wechselschicht, um die Belastung über 24 Stunden so verteilen zu können, dass die geltenden Arbeitsschutzvorschriften eingehalten werden konnten. Nach dem das Becken geleert und grob gereinigt war, begann die beauftragte Fachfirma mit dem Austausch der Räumschilder. In stundenlanger präziser Arbeit wurden die bestellten Räumschilder eingebaut. Anschließend wurde das Becken befüllt und wieder in Betrieb genommen. Während der Befüllung und Spülung musste darauf geachtet werden, dass die für die Klärung notwendigen und wichtigen Bakterien erhalten und aktiv bleiben. Dieser Prozess darf laut Gemeinde nicht über einen längeren Zeitraum unterbrochen werden und muss stets beobachtet werden. Am Ende lief alles ohne Zwischenfälle ab, teilt das Rathaus mit. 

Erfolgreiche Mastmontage beim BV in Riedenberg vom 12.08.2022 

Mit einer Hakenhöhe von 50,0 m und 20,0 m Ausladung haben wir ein 5,0 to schweren Masten aufgestellt.

 

 

Zwei Mobilkräne beim Einheben von Fertigteilträger

Bericht nh24 vom 12.05.2022

 

Ende August 2021 begannen die Brückenbauarbeiten (Abrissarbeiten) zwischen Körle und Wagenfurth über die Fulda im Schwalm-Eder-Kreis. Am gestrigen Mittwoch und heutigen Donnerstag haben Arbeiter der Firma Bickhardt Bau (BB) aus Kirchheim (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) Fertigbetonteile, die die Grundlage für die Fahrbahn bilden, mithilfe von zwei Mobilkränen der Firma Regel (Baunatal) einheben lassen und damit den Fluss überquert.

Für die Mitarbeiter von BB, Hessen Mobil, der Kranfirma Regel und der Firma Universal Transport, deren Fahrer die rund 80 tonnenschweren Fertigteile nach Körle transportierten, ein gewöhnlicher Arbeitstag, wären da nicht die vielen Gäste gewesen, die die Pressestelle des Landkreises zum Einheben der Brückenelemente eingeladen hatte. So machten sich unter anderem Körles Bürgermeister Mario Gerhold, die Kinder einer Körler Kita, wenige interessierte Bürger und der Hessische Rundfunk, mit Fernsehteam und Radiojournalist, ein Bild von dem imposanten Einhub.

Am Donnerstag wurden die 35 Meter langen und 84 Tonnen schweren Träger des mittleren Teils der Brücke eingehoben. Aufgrund des hohen Gewichts und der Abmessungen der einzelnen Elemente kamen dabei zwei ebenfalls schwergewichtige Mobilkräne mit großer Hebe- und Auslegerkapazität zum Einsatz.

Kraftfahrer-Weiterbildung

Bericht aus der VdK Hessen-Thüringen vom 30.04.2022

 

Im Rahmen einer Kraftfahrer – Weiterbildung bei der Fa. Albert Regel GmbH in Baunatal stellte der Sozialverband VdK KV Wolfhagen am Samstag, den 30.04.2022, den Alterssimulationsanzug

„GERT“ vor. Es wurden auch verschiedene Brillen mit Sichtfeldeinschränkungen ausprobiert. Dies zeigte den Teilnehmern, wie sich ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen im Straßenverkehr fühlen. Der Kreisverband Wolfhagen unterstützt auch ihre individuellen Fortbildungen.

Brückenteile schweben ein: 500 Tonnen-Kran am Kirchheimer Dreieck

Bericht Osthessen-News vom 28.03.2022

 

Die Arbeiten rund um das Kirchheimer Dreieck bieten täglich spannende Einblicke in die Bauprojekte. An vielen Stellen wird die Fahrbahn erneuert, saniert oder neue Verbindungen gebaut. Teilweise müssen Brücken ersetzt und neu gebaut werden. Zusammen mit dem benachbarten Hattenbacher Dreieck bildet das Kirchheimer Dreieck einen zentralen Knotenpunkt im nationalen Autobahnnetz. Entsprechend viele Lastwagen, Busse, Transporter und Autos nutzen die A 4, A 5 und A 7. Derzeit brauchen sie mehr Geduld. Am Samstag rückte ein riesiger Kran an. Dafür musste die Anschlussstelle in Kirchheim zur A 4 und zur A 7 in nördliche Richtung gesperrt. Der Kran vom Typ LTM 1500-8.1, 500 Tonner von der Spezialkranfirma Regel (Hauptsitz in Kassel) setzte die insgesamt sechs Betonlträger mit einem Gewicht von jeweils 60 Tonnen ein. Die Betonteile wurden von der Firma ELO Beton aus Eichenzell hergestellt. Die Anlieferung erfolgt nicht auf der kürzesten Route, sondern von Eichenzell über die A 66 zum Langenselbolder Kreuz, dann auf die A 45 bis zum Seligenstäder Kreuz, dann auf der A 3 bis zum Frankfurter Kreuz und anschließend auf der A 5 zum Hattenbacher Dreieck und auf der A 7 zum Zielort Kirchheim. Die neue Brücke wird für die Überleitung von der A 4 auf die A 7 in Fahrtrichtung Süd, über der Schwimmbadstraße in Kirchheim gebaut. Im Januar dieses Jahres wurde die alte Brücke abgerissen. Jetzt wurden Fertigteilträger für den Ersatzneubau eingehoben. Nach rund fünf Stunden war der Auftrag für das Team vom 500 Tonnen Kran erfolgreich erledigt.

Behelfsbrücken ohne Probleme eingehoben

Bericht aus der HNA vom 24.01.2022

 

Sie sind 50 Meter lang und wiegen jeweils um die 33 Tonnen: Die zwei Behelfsbrücken, die am Wochenende mit einem Kran der Firma Regel zwischen den „Drei Brücken“ auf der Wolfhager Straße aufgebaut worden sind. Dafür musste die Wolfhager Straße zwischen Rothenditmold und Kirchditmold/Harleshausen für alle Verkehrsteilnehmer gesperrt werden. Ab heute soll die Sperrung wieder aufgehoben werden. Das erste Brückenteil wurde am Samstagnachmittag neben eine der alten Brücken gehoben, das zweite Brückenteil folgte am Sonntagmittag auf der anderen Seite der Brücke. Dafür musste der 500-Tonnen-Kran, der größte, den die Firma Regel hat, umgestellt werden. Die beiden Behelfsbrücken sind aufgestellt worden, um Kabel über sie zu verlegen. Sie sollen wohl bis Ende 2023 stehen bleiben, sagt Matthias Bötghen vom Ingenieurbüro Glass. Bis Ende 2024 sollen die neuen Eisenbahnbrücken aus Beton stehen, die die alten „Drei Brücken“, die zum Teil aus 1877 stammen, fertig sein. Im März beginnen die Arbeiten für den Abriss der alten Konstruktionen. 40 Millionen Euro will die Deutsche Bahn in die Erneuerung der Strecke im Bereich der „Drei Brücken“ stecken. Unter den neuen Betonbrücken soll es dann etwa drei Mal so viel Platz wie heute geben. Mit vier statt zwei Fahrspuren für Autos, eigenen Spuren für Fahrräder und ausreichend breiten Fußgängerwegen. Weil es am Samstag zunächst Probleme mit der Beschilderung gegeben habe, so die Polizei, hätten sich die Fahrzeuge im Bereich des Rangierbahnhofs an der Angerbachstraße gestaut. Zudem beschwerten sich einige Fußgänger, die unter den Brücken von Rothenditmold nach Kirchditmold gehen wollten. 

Millimeterarbeit mit Betonteilen

Bericht aus der HNA vom 15.08.2021

 

Nach fast zwei Jahren Planungszeit tut sich nun etwas Sichtbares an der Haferbachbrücke in Niederkaufungen. Das Bauwerk, über das die Lossetalstrecke für die Tram-Linie 4 verläuft, war im August 2019 durch einen Lastwagenaufprall stark beschädigt worden. Nun nutzt die Regionalbahn Kassel (RBK), ein Zusammenschluss aus KVG und HLB, die Gunst der Herbstferien, um die Brücke vollständig zu erneuern. Schwere Beton- und Stahlteile müssen dafür bewegt werden. Keine leichte Aufgabe, vor allem für Kranführer Philipp Schlund. „Es ist herausfordernd, weil ich die Betonteile unterhalb der Hochspannungsleitung teleskopieren muss“, ruft der 34-Jährige am gestrigen Donnerstagmittag aus seiner Krankabine. Er hat also nur wenig Platz, um das 20 Tonnen schwere und rund 6 Meter lange Bauteil millimetergenau an seinen Bestimmungsort zu bugsieren. Dabei muss er auch aufpassen, dass er die vier Arbeiter der Firma Adolf Lupp nicht verletzt, die das Ungetüm mit Muskelkraft so drehen, dass es richtig passt. Dennoch geht alles ganz schnell. Rund 15 Minuten vergehen vom Einhaken des Blocks, bis er schließlich in der gewünschten Position ist. Vier Teile sind nun eingebaut, jetzt folgt ein Stahlüberbau, auf den später Schwellen und Schienen gelegt werden. „Am Freitag, 22. Oktober, wollen wir unseren Teil an der Brücke geschafft haben“, sagt Jens Schmidt, Projektleiter der Firma Lupp, die sich um den Einbau der gewichtigen Konstruktion kümmert. Aus sicherer Entfernung überblickt ein KVG-Ingenieur das Treiben an der Haferbachbrücke. Achim Gerber ist mit dafür verantwortlich, was in den Herbstferien auf und an der gesperrten Lossetalstrecke passiert. „Wir nutzen die zwei Wochen auch für weitere Arbeiten“, sagt Gerber und zählt auf: 1500 Meter Schienen werden ausgewechselt, 800 Meter Schienen mitsamt Schwellen werden erneuert, Bäume und Sträucher entlang der Strecke werden zurückgeschnitten. „Außerdem stopfen wir an der Wendeschleife Papierfabrik den Schotter nach“, sagt der Ingenieur. Hier war im vergangenen Jahr ein Gleisabschnitt komplett erneuert worden. Weil sich der Schotter durch die Belastung natürlicherweise setze, wird in diesen Tagen noch einmal nachgearbeitet. Rund 1,2 Millionen Euro kosten die Arbeiten laut Gerber. 80 Prozent zahle das Land über Hessen Mobil. Wie teuer die Brückensanierung wird, sei noch nicht abschließend geklärt. „Das hängt von vielen Faktoren ab, auch von der Versicherungszahlung.“ Ab Montag, 25. Oktober, soll die Lossetalstrecke jedenfalls wieder freigegeben werden, sodass die Tram 4 pünktlich zum Schulstart fahren kann. Der Verkehr über die Straße Am Haferbach unter der Brücke hindurch muss allerdings noch ruhen. Da weiter an dem Bauwerk gearbeitet wird, ist die Durchfahrt bis Freitag, 19. November, nicht möglich. Die Umleitung führt über die Strecke Leipziger Straße, Am Setzebach und Am Rosengarten.

 

Beherzter Schwenk über die Tram-Schienen

Bericht aus der HNA vom 09.11.2020

 

Die Aktion über der Tramhaltestelle Baunsberg dauerte kaum eine Stunde: Am Samstagvormittag hievte ein 500-Tonnen-Kran die neue, gut 32 Meter lange und 57 Tonnen schwere Stahlbrücke über die gesperrte Straße von Altenbauna nach Kassel (L 3219) auf die Widerlager. Nun sind noch eine Reihe von Nacharbeiten zu erledigen. Bis Ende des Jahres soll die Brücke, die das Baunsberg-Viertel mit dem Gewerbegebiet auf der anderen Seite der Landesstraße verbindet, für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden. Kaiserwetter und ein nur schwacher Wind sorgten für beste Bedingungen beim Einheben der Brücke. Kranführer Markus Kilian hob das 4,65 breite Teil aus Stahl sachte vom Tieflader. Die Fracht war schon morgens um vier Uhr aus dem bayerischen Cham angeliefert worden. Mit einer behutsamen 45-Grad-Drehung bugsierte Kilian das gewaltige Teil auf engstem Raum über die Oberleitung und die Strommasten der Straßenbahnlinie. „Das ist schon ein anspruchsvolles Manöver“, sagte einer der Arbeiter. „Wenn er falsch schwenkt, fährt hier längere Zeit keine Straßenbahn mehr.“ Doch Kilian behielt eine ruhige Hand an seinem Joystick. Millimetergenau setzte er die Brücke auf die Widerlager, wo sie später verschraubt wird. Alles läuft glatt, nur eine Frau, die plötzlich unbefugt in die Baustelle lief, störte kurz den Arbeitsablauf. Auch nachdem die Landessstraße schon gesperrt war, hätten Autofahrer noch versucht, durch die Baustelle zu fahren, berichtete Carsten Spielmann von Hessen Mobil. Für Spielmann, der das Einheben mit seinen Kollegen überwachte, war es der Höhepunkt eines nicht ganz einfachen Bauprojekts. „Die Herausforderung war, auf engem Raum eine Brücke mit barrierefreiem Zugang und ohne Stützpfeiler zwischen Straße und dicht daneben verlaufender Tram-Strecke zu errichten. Die längst abgerissene, alte Betonbrücke hatte solche Stützpfeiler direkt am Fahrbahnrand. Wäre ein schwerer Lkw einmal dagegen geprallt, hätte man die Straße und Straßenbahngeleise auf längere Zeit sperren müssen. Die neue Stahlbrücke überspannt auf rund 33 Metern die Verkehrswege. Zur Oberzwehrener Straße hin ist der Bau einer gepflasterten Rampe nötig, damit auch Rollstuhlfahrer die Brücke benutzen können. Vorher bildete ein Treppenaufgang ein unüberwindliches Hindernis für Gehandicapte. Auf der gegenüberliegenden Seite wird jetzt wieder eine Treppe parallel zur neuen Brücke gebaut. Über sie gelangen Eilige aus dem Quartier auf kurzem Weg zur Tram-Haltestelle. Schon im April begannen die Erdarbeiten für das Projekt. Zwölf Betonpfähle mussten wegen der steilen Hanglage 14 Meter tief ins Erdreich getrieben werden, um die Erdmassen abzufangen.

 

Meterlange Holzteile an Niedensteiner Edeka-Baustelle angekommen

Bericht aus der HNA vom 03.09.2020

 

Der Schwertransport der sieben 40 Meter langen Leimholzbinder für den neuen Edekamarkt im Niedensteiner Stadtteil Wichdorf war minutiös durchgeplant. Aber ein Unfall auf der A 44 bei Arensburg warf alle Planungen über den Haufen. So kam die Fracht einen Tag später um vier Uhr an der Baustelle an. Das sechsköpfige Team der Transportfirma war in der Nacht auf Mittwoch vier Stunden unterwegs. Das lange Gespann musste von der Einfahr rückwärts bis an die Baustelle gefahren werden. Am Vormittag hing der Leimholzbinder am Kran und wurde montiert. Jedes der sieben Bauteile wiegt 8,3 Tonnen, erklärt Zimmermann Christian Hecker.

 

25 TONNEN STAHLBETON IN DER SCHWEBE ÜBER DER FULDA

Bericht aus der Hersfelder Zeitung vom 26.06.2020

 

Endlich nimmt sie Gestalt an: die neue Fuldabrücke in Blankenheim. Am Donnerstag wurde in einem Großeinsatz im Bebraer Ortsteil der Stahlüberbau der Brücke geliefert und verbaut. Zwölf bis zu 25 Tonnen schwere Stahlbetonträger wurden dafür in Millimeterarbeit auf den Pfeilern und Widerlagern der Brücke abgesetzt – das Spektakel lockte auch einige Blankenheimer zum Zuschauen auf die nahe alte Brücke. Das marode Bauwerk, über das auch der Radweg R1 führt, ist vor allem Landwirten schon lange ein Dorn im Auge, die es mit ihren schweren Geräten nicht überqueren dürfen. Noch dieses Jahr soll der Verkehr über die neue Brücke rollen.

 

Die Tanne ist am Ziel

Bericht aus der Melsunger Zeitung vom 14.11.2019

 

Mit einigen Tagen Verzögerung ist der ausgesprochen stattliche Baum für den Kasseler Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz angekommen. Der erste Eindruck: Es war zwar ein ungewöhnlicher Aufwand für den Transport aus Homberg, aber es hat sich gelohnt. Mit einer Höhe von 22 Metern überragt der Baum seine Vorgänger deutlich. Um drei Uhr in der Nacht zum Mittwoch ging der Transport der Nordmanntanne in Homberg los. Dort war der Baum in einem Privatgarten gefällt worden. Weil der Baum so groß ist, war für die Fahrt bis nach Kassel eine Sondergenehmigung nötig. Um 5.15 Uhr kam die sechs Tonnen schwere Baumfuhre am Königsplatz an. Gärtner Edwin Heublein, der im Auftrag von Kassel Marketing dafür sorgte, dass der Baum wohlbehalten in Kassel ankam und aufgestellt wurde, hatte gestern jede Menge zu tun. 500 Meter Spanngurte seien nötig gewesen, um die Äste des Baums Richtung Stamm zu drücken. Dafür sei die Wartezeit in Homberg gut gewesen. Dadurch habe der Baum weniger Saft als unmittelbar nach dem Fällen. Die Äste seien jetzt biegsamer gewesen. Nur ganz wenige sind beim Transport gebrochen. Auf dem Königsplatz gibt es eine Metallhülse, die eigens für die jährlich wechselnden Weihnachtsbäume eingebaut wurde. Weil der Stamm des aktuellen Exemplars so dick ist, musste Gärtner Heublein mit Säge zig mal ansetzen und den Umfang des Stammes immer mehr reduzieren. Jetzt steckt er quasi angespitzt 1,60 Meter tief im Boden und ist fest verankert. Fünf Stunden nach der Anlieferung stand der Baum endlich. „Voriges Jahr ging das alles sehr viel schneller“, sagt Heublein. Da habe man aber auch ein Heimspiel mit einem 15 Meter hohen Exemplar aus Kassel gehabt. Jetzt sei der Baum stolze sieben Meter größer – mit entsprechend höherem Arbeitsaufwand. Wenn der Baum nicht gut gewachsen wäre, hätte er die Vorprüfung nicht überstanden. Jetzt, wo er auf dem Königsplatz steht, erweist er sich als ein Prachtexemplar. Ein paar kleinere Lücken, einige wenige abgeknickte Äste – das wird man schon bald nicht mehr sehen. Denn die Dekoration fehlt ja noch. „Wir fangen heute noch mit dem Schmücken an“, sagt Oliver Braun von Kassel Marketing. Mit 27 000 Lichtern soll der Baum zum unübersehbaren Wahrzeichen für den Weihnachtsmarkt werden. Den Zeitverzug durch den verspäteten Transport werde man auf jeden Fall aufholen, versichert Braun. Zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Montag, 25. November, dürfen sich die Besucher auf einen besonders großen und besonders schönen Baum freuen.

Balanceakt mit 26 Tonnen

Bericht aus der HNA vom 20.07.2018

 

Wenn Mario Wildner von der Firma Regel arbeitet, hat er Material, Geld und nicht zuletzt Menschenleben in der Hand. Wildner ist Kranführer seit 1992. „Reine Routine“ ist es für den 53-Jährigen also, gleich das 26 Tonnen schwere Betonteil mit seinem Kran über den Pausenhof der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule (Oberzwehren) zu hieven. Sein Job: Insgesamt sechs Betonkonstruktionen vom Lkw abladen und in einer Reihe in einen Schacht bugsieren. Zusammengesetzt wird daraus ein Löschwassertank mit einer Größe von 200 Kubikmetern. „Mit Hektik geht hier gar nichts“, sagt er und wartet. Nachdem Servicemonteur Patrick Prischl (Firma Mall aus Neustadt) die Haken am Betonungetüm befestigt hat, gibt er vom Boden aus das Zeichen. Zwei Finger in die Luft. Der 544 PS starke Motor des Krans heult auf. „Wenn ich das Betonteil jetzt nicht ausbalanciert kriege, haut es mir ab“, sagt Wildner, deutet auf den Lkw, der hinter der Betonkonstruktion steht und fügt hinzu: „Dann rauscht es da rein.“ Er müsse das Teil in die Höhe hieven, indem er Hubseil und Mast abwechselnd bedient. Einen Moment lang scheint sich das Ungetüm kaum zu bewegen, dann geht alles ganz schnell. Ratzfatz hängt es knapp über der Grube. Jetzt ist Millimeterarbeit angesagt: Mithilfe von Patrick Prischl und seinem Kollegen Waldemar Moor wird der Betonklotz passgenau an den anderen gereiht. Passiert Wildner jetzt ein Fehler, könnten die beiden Monteure, die sich im und um den Klotz bewegen, schwer verletzt werden. Aber: „Wir vertrauen Mario“, sagt Moor. Schließlich haben sie schon unzählige Male zusammengearbeitet. Was für die Arbeiter reine Routine ist, ist für Landkreissprecher Harald Kühlborn ein besonderes Bild: „Solch ein Autokran, der 250 Tonnen heben kann, ist auf Schulbaustellen nicht alltäglich.“ Das Bauvorhaben mache allerdings solch schwere Mittel notwendig. Um für den Brandfall gerüstet zu sein, müsse für die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule und die benachbarte Willy-Brandt-Schule (Grafik) ein entsprechend großer Löschwassertank her. Ebenso wollte der Landkreis als Bauherr mehr Platz für den Pausenhof und zum Parken – insgesamt 800 Quadratmeter. Das alte Hausmeisterhäuschen auf dem Hof musste weichen. Beides koste rund 158 000 Euro. Da in dem Hausmeistergebäude auch der Hauswasseranschluss für beide Schulen lag, wird dieser in den kommenden Tagen ebenfalls neu gebaut. Kühlborn gibt einen Ausblick: „Wir planen, dass die großen Arbeiten am Hof sowie kleinere Projekte auf dem Schulgelände Mitte August im Groben abgeschlossen sind.“ Dann könnten auf den jeweils dafür vorgesehenen Flächen Kinder spielen und Autos parken. Die weiteren Arbeiten, so der Sprecher, seien voraussichtlich bis zu den Herbstferien abgeschlossen. Insgesamt koste das Projekt 350 000 Euro. 70 000 Euro zahle der Landkreis, 280 000 Euro kämen über das kommunale Investitionsprogramm vom Land Hessen.

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