Presse & Archiv


Brücke über Bahnstrecke in Vellmar abgerissen:
60-Tonnen-Teile am Haken

Bericht vom 30. August 2015

Ab in den Nachthimmel über der Bundesstraße 7/83: Mit einem Spezialkran wird der fast 60 Tonnen schwere Stahlbeton-Längsträger über die Köpfe der Bauarbeiter hinweg aus dem südlichen Teil der maroden Brücke herausgehoben.
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Vellmar. Spektakulärer Brückenabriss am Wochenende im Verlauf der Bundesstraße 7/83 bei Obervellmar: Am südlichen Teil der maroden Brücke über der Bahntrasse auf der Strecke von Kassel nach Warburg wurden mehrere Stahlbetonträger durchtrennt und mit einem 500 Tonnen schweren Spezialkran herausgehoben.

Der Straßenverkehr lief während der Abrissarbeiten über den nördlichen Teil der 1967 errichteten Brücke weiter. Die Bahnstrecke war in den Nächten auf Samstag und Sonntag für insgesamt 10 Stunden komplett gesperrt.

18 Meter lang 
18 Meter lang und jeweils fast 60 Tonnen schwer sind die drei Längsträger aus Stahlbeton, die in den beiden Nächten abgetrennt und aus der Brücke herausgehoben werden mussten. Ein spektakulärer Vorgang: Der bis zu 1,20 Meter dicke Koloss hängt schon in schweren Ketten am Kran, bevor er auf beiden Seiten gleichzeitig mit Seil-Sägen durchgeschnitten wird. Es dauert exakt 55 Minuten, bis Kranführer Mario Wildner (Firma Regel Kassel, 49) das Zeichen erhält, jetzt den schweren Träger anzuheben: Langsam und lautlos entschwebt das ausgediente Brückenteil in den Nachthimmel, bevor es auf der für den Verkehr gesperrten Bundesstraße abgelegt wird. Außerdem wurde in der Sonntagnacht noch ein vergleichbar schwerer Querträger abgerissen.

Papierwerk DS Smith montierte neuen, acht Tonnen schweren Speicher

Bericht vom 26. August 2015

Witzenhausen. - 20 Meter hoch und 7,5 Tonnen schwer ist das neue Stärke-Silo, das am Mittwoch zum Papierwerk DS Smith in Witzenhausen angeliefert und auch gleich aufgestellt wurde.

Unterwegs hatte der Schwertransporter mit einigen Hürden zu kämpfen, musste zwischenzeitlich auf dem Weg
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von Österreich über die Stadt Burgberg am Bodensee nach Nordhessen die Autobahn verlassen und Umleitungen nutzen.

Die größte Herausforderung war aber die Fahrt durch Witzenhausen über die Landstraße aus Richtung Ermschwerd und die Bundesstraße 451, sagt der Lastwagenfahrer Maximilian Fürhofer. „Es gab da zwei Ecken, an denen kamen wir nicht so leicht vorbei und mussten minutenlang rangieren“, erzählt Fürhofer. Gegen vier Uhr morgens kam der Schwertransporter mitsamt tonnenschwerer Ladung aber an seinem Ziel auf dem Gelände der Papierverarbeitungsfirma an.

Die Montage des Depots begann gegen 9 Uhr. Mit zwei Kränen wurde der Stärkespeicher vorsichtig angehoben und aufgerichtet. Nachdem die Halterungen des einen Krans entfernt worden waren, hob der zweite das Silo zentimetergenau auf die Stützbalken der sogenannten Anschwemmung. „Darin wird native Stärke aus dem Speicher, gewonnen aus zum Beispiel Kartoffeln, Weizen oder Mais, in Wasser gelöst“, sagt Ralf Schwarzer, Projektleiter der Silo-Anlieferung von DS Smith. „Die Stärke erhöht die Festigkeit in unseren Produkten.“

Mit 24 großen Sechskantschrauben wurde das Silo an dem drei Meter hohen Gerüst rund um die Anschwemmung fest gemacht. Es folgte der Transport der Speicherabdeckung. Dafür hob der Kran in einem Personenkorb Mitarbeiter des Papierwerks den weiten Weg zur Spitze des Silos an, gefolgt von der Anlieferung der einzelnen Bestandteile der Abdeckung, einem Steckfilter und einem Gelände, das das Silo mit dem benachbarten Speicher verbinden wird.

„Bis das neue Depot in Betrieb genommen werden kann, vergehen noch etwa vier Wochen“, sagt Schwarzer. Bis dahin erfolgt der Anschluss der Füllrohre und der Elektronik.

Abriss der maroden Brücke am Bahnhof Obervellmar

Bericht vom 02. Juni 2015

Vellmar. Sonntagnacht, 1 Uhr, Bahnhof Obervellmar: Flutlichtmasten tauchen die Brücke, die über die Regiotram-Strecke führt, in gleißendes Licht. Dann ist Präzisionsarbeit gefragt. Denn drei Module für eine Behelfsbrücke müssen montiert werden.
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Das ist notwendig, um das marode Bauwerk aus dem 1963 abreißen und neu aufbauen zu können. 2,8 Millionen Euro investiert die Verkehrsbehörde Hessen Mobil in das Projekt.

Nachdem um kurz vor 1 Uhr am Sonntagmorgen der Strom in den Oberleitungen der darunter liegenden Bahnstrecke komplett abgeschaltet und die Strecke gesperrt worden war, schwebte kurze Zeit später schon das erste Fertigbauteil - ein zweieinhalb Meter breiter und 43 Tonnen schwerer Fußgängerweg mit Geländer - an zwei Schwerlastkränen über dem Obervellmarer Bahnhof.

Um einen zügigen Verkehrsfluss auch während der Arbeiten an der maroden Bahnhofsbrücke, die vor der Sperrung täglich von 10.000 Fahrzeugen überquert worden war, zu garantieren, wird die Behelfsbrücke Autofahrern einspurig mit Ampelregelung zur Verfügung stehen, bis die neue Brücke Ende des Jahres fertig gestellt ist. Lediglich der Schwerlastverkehr muss weiterhin die ausgeschilderte Umleitung über die Holländische Straße in Vellmar nehmen.

In Millimeterarbeit setzten die Kräne nacheinander die drei Fertigbauteile, die von einer Spezialfirma aus Emmerich am Niederrhein geliefert worden waren, auf die vorbereiteten Auflieger. 20 Bauarbeiter verschraubten und verschweißten die Stahlmodule und gaben den Kranführern Handzeichen, um die Brückenteile in die richtige Position zu lenken. Außerdem musste eine Abspannungsleitung, die vom Oberleitungsmast mit der alten Brücke verbunden war, an die Behelfsbrücke montiert werden.

Ein reibungsloser Ablauf war in dieser Nacht unabdingbar, denn die Zeit saß den Arbeitern im Nacken. Bis viertel nach 6 Uhr musste alles erledigt sein, denn dann endete die Sperrzeit für den Bahnverkehr, erläuterte ein Sprechervon Hessen Mobil. Alles klappte einwandfrei: Pünktlich um sechs Uhr saßen alle Teile verschweißt in ihrer Position.

Da die Brücke jetzt noch an beiden Seiten an die bestehenden Fahrbahn angeschlossen werden muss und außerdem noch zahlreiche Sicherheitsarbeiten anstehen, wird die Behelfsbrücke erst ab kommenden Freitag 18 Uhr für den Verkehr freigegeben.

Die marode Bahnhofsbrücke von 1963 wird voraussichtlich im Juli abgerissen, teilte Hessen Mobil mit. Diese Woche sollen schon die Vorbereitungen dafür beginnen. Wie auch die Errichtung der Behelfsbrücke wird der Abriss in der Nacht erfolgen, da die Bahnstrecke wieder gesperrt werden muss.

Ein Haus zieht um:
Wohnhaus wurde von Kassel nach Empfershausen transportiert

Bericht aus der HNA vom 31. Oktober 2014

Empfershausen. Ein Spezialunternehmen für Schwertransporte aus Kassel hatte den Transport von Niederzwehren nach Körle übernommen.

Walter Meusel, der für die Abwicklung des Transports verantwortliche
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Mitarbeiter, sagte: „Für uns ist dieser Transport nichts Ungewöhnliches. Schon seit über 20 Jahren transportieren wir solche Häuser, die in Kanada gebaut werden und per Schiffsfracht nach Europa gelangen.“

Der Transport in der Nacht sei reibungslos abgelaufen. Lediglich am Fußgängerüberweg in Körle sei es mit dem Verkehrsschild, das mitten über der Straße hängt, eng geworden. Aber der erfahrene Fahrer habe das ohne Probleme bewältigt. Der Transport von Kassel über Dennhausen, Dörnhagen, über die alte B83 und Körle bis zum neuen Standort dauerte nur eine Stunde.

In Empfershausen parkten die riesigen acht-achsigen Tieflader in der Buswendeschleife. Dort war genügend Platz für die Kolosse mit den beiden Häuserteilen.

Der 220-Tonnen-Kran, der eine Ausladung von bis zu 60 Metern hat, war zwischenzeitlich schon oberhalb des zukünftigen Standortes für das Haus aufgebaut worden. Am Freitagmorgen ging es dann in die heiße Phase. Der erste Tieflader mit den fünf Achsen steuerte den Bürgersteig an. Schnell wurden die Sicherheitsbaken in der sehr stark von Lastwagen befahrenen Melsunger Straße aufgestellt.

„Für uns ist dieser Transport nichts Ungewöhnliches.“
Anschließend schwebte die Halterung am Kranarm über dem Bauteil und drei tragkräftige gelbe Gurte wurden von den Helfern um das Haus gespannt.

Auf das Kommando von Meusel hob der Kranfahrer die Haushälfte an, und wenige Minuten später schwebte sie frei in etwa zehn Metern Höhe von der Lkw-Ladefläche am Straßenrand zu dem neuen Stellplatz. Dort hatten die Hausbesitzer schon alles vorbereitet und in den vergangenen Wochen 18 Säulen als Fundament für das Bauwerk gegossen. Einige Zuschauer fragten sich, warum die Säulen so hoch aus dem Erdreich ragten. Laut Bauherrn war dies nicht anders möglich, um an die Abwasserleitung zu gelangen. Dafür musste entsprechendes Gefälle zwischen Bau und vorhandenem Kanal hergestellt werden. Um 9.32 Uhr saß das erste Hausteil an seinem Platz und eine Stunde später war auch der zweite Teil da, wo er hin sollte.

Wenn jetzt die Restarbeiten, wie Stromanschluss, Hausverbindungen und Treppen fertig sind, steht einem Einzug der Schwiegermutter von Peter Bultjer, dem Hauseigentümer, nichts mehr im Wege.

Alter Flugplatz Calden:
Leuchtturmleuchte kommt ins Technikmuseum Kassel

Bericht aus der HNA vom 01. Oktober 2014

Calden. Einen echten Technik-Schatz hat nach Ansicht der beteiligten Experten am Dienstagnachmittag ein Autokran vom Tower des alten Flugplatzes in Calden geholt und auf einen Lkw verladen.
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Leuchtturmleuchte kommt ins Technikmuseum
Dieser transportierte das gesicherte Stück dann nach Kassel ins Technikmuseum in den ehemaligen Henschel-Werken, wo es bald ausgestellt werden soll.

Dabei war anfangs gar nicht klar, um welches Technikrelikt es sich bei der 1969 gebauten Drehleuchte der Firma Pintsch Bamag vom Typ Flughafen-Leuchtfeuer DL 150 mit der Seriennummer 69/103 handelte. Die letzten 34 Jahre wurde sie vom Flughafentechniker Wilfried Köhler gewartet, der quasi jede Schraube am Gerät auswendig kennt.

Karl-Ernst Graf Grote von und zu Schachten, selbst Flieger mit guten Erfahrungen bei der Erkennbarkeit der Caldener Leuchte, machte die Flughafenleitung auf den Wert der Anlage aufmerksam. Seit Inbetriebnahme des Caldener Flugplatzes 1970 war sie auf dem Dach des Kontrollturmes in Betrieb, bevor sie am 3. April 2013 mit Inbetriebnahme des mit LED-Blinklicht ausgerüsteten Towers am neuen Flughafen stillgelegt wurde.

Echter Technik-Schatz
Die Drehleuchte mit einer 1500-Watt-Birne und enormer Reichweite in zwei Richtungen stellte den Höhe- und zugleich Endpunkt dieser Leuchtfeuer-Technik dar. Die Kasseler Leuchte besitzt eine automatische Lampenwechseleinrichtung beim Ausfall einer Birne und ist mit sogenannten Fresnel-Linsen ausgestattet. Das sind im Prinzip in Ringe zerlegte Glaslinsen, die Gewicht und Volumen sparen. Graf Grote machte deutlich, dass solche Lampen gebraucht für bis zu 10.000 Euro gehandelt werden und dann näherte sich auch die Flughafenleitung seiner Idee an, die Leuchte dem Kasseler Technikmuseum zu spenden, zu dessen Vorstand er gute Kontakte hat.

Einige Gespräche und Verhandlungen folgten. „Eine gute Idee. Im Prinzip hatten wir ähnliches vor“, meinte der Technische Leiter des Flughafens Kassel-Calden, Jörg Wewidemüller, als die Leuchte auf dem Dach des Towers demontiert und dann mit einem Kran verladen wurde, den die Firma Regel spendierte.

"Die Fremden" sind bis zum Sommer in Köln

Bericht aus der HNA vom 03. April 2014

Kassel. Eines der bekanntesten documenta-Kunstwerke kehrt Kassel den Rücken. Allerdings nur für einige Monate . Und wenn die Figurengruppe „Die Fremden“ an den Friedrichsplatz zurückkehrt, wird sie strahlen wie zur documenta IX vor 22 Jahren.
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Gestern wurden die Figuren mit einem großen Kran der Firma Regel aus luftiger Höhe und ganz, ganz vorsichtig auf die Erde geholt. Auslöser für den ungewöhnlichen Kunsttransport sind Arbeiten am Kaufhaus Sinn Leffers. Das Dach und die Natursteinfassade zum Friedrichsplatz werden in den nächsten Monaten saniert.

„Hier kommt bald ein großes Gerüst hin“, sagt Sabine-Amelie Alt, die Kaufhauschefin. Gestern vor der Ladenöffnung beobachtete sie zusammen mit anderen Schaulustigen, wie ein documenta-Kunstwerk abgebaut wurde. „Das kommt dahin zurück, wo es entstanden ist“, sagt Niels Dietrich. Der 53-Jährige hat 1991 die ursprünglich zwölf Figuren für „Die Fremden“ in seiner Kölner Werkstatt gebrannt. „Vier Monate haben wir dafür gebraucht“, sagt Dietrich.

Der Künstler Thomas Schütte hat damals die Figuren modelliert, er wird jetzt auch bei der Sanierung dabei sein. Im Anschluss an die documentaIX hat der Leffers-Konzern drei der Figuren mit Koffern und anderen Habseligkeiten gekauft und sie der Stadt Kassel geschenkt. Für die komplette Installation mit zwölf Figuren wäre auf dem historischen Gebäudeteil kein Platz gewesen. Das Säulendach gehört zum früheren Roten Palais, das im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört wurde.

Bis zum August sollen das Dach und die Fassade des Kaufhauses erneuert werden. So lange ist auch dafür Zeit die Spuren vom Wind und Wetter an den bunten Keramikfiguren zu entfernen. An Aktualität haben die übrigens nicht verloren. Damals wie heute geht es um Menschen, die aus einem anderen Land geflohen sind und bei uns als Fremde eine neue Heimat suchen.

Schwergewichte auf Seereise nach Indien

Bericht aus der HNA vom 04. Dezember 2013

Hann. Münden. Von Hann. Münden über Oman nach Indien ­ eine lange Reise tratenMittwochmittwoch zwei Schwergewichte an. Die Kasseler Firma Alstom Power Recovery GmbH ließ an der Weserumschlagstelle zwei jeweils 130 Tonnen schwere Montageeinheiten für einen Synthesegaskühler auf ein Binnenschiff verladen.
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Das Unternehmen stelle zehn Gaskühler her, die jeweils aus drei Montageeinheiten bestehen, berichtete Alstom­Geschäftsführer Karsten Stückrath. Von Hann. Münden aus bringt das Schiff die Fracht nach Hamburg, von dort geht es zunächst in das Sultanat Oman, wo die Montageeinheiten zu Gaskühlern zusammengesetzt werden. Eine Partnerfirma sowie Alstom­Beschäftigte erledigen das. Sind die Kühler fertig, werden sie per Schiff in das indische Jamnagar transportiert.

Die Gaskühler sind für eine Kohlevergasungsanlage bestimmt. Durch Vergasung von Kohle werde Synthesegas hergestellt, erläutert der Alstom­Manager. Mit diesem Gas werde über eine Turbine Strom erzeugt und darüber hinaus würden Kunststoffe produziert. Bis Mitte 2015 werde es dauern, bis alle zehn Gaskühler in Indien in die Anlage eingebaut sind. Es handele sich um einen Auftrag in dreistelliger Millionenhöhe.

Bereits nächsten Mittwoch werden weitere vier von ingesamt 30 Montageeinheiten in Münden verladen. Ob allerdings danach die weiteren Bauteile über die Wasserstraßen transportiert werden, werde Alstom noch prüfen, so Stückrath. Die Fracht per Lkw nach Hamburg zu bringen sei billiger als der Seeweg. Die Spedition hatte bereits eine Straßenroute ausgewählt, die aber wegen einer Baustelle dann doch nicht in Frage.

Aus Zeitgründen habe sich Alstom dann für den Schiffstransport entschieden, aber die Variante sei wegen der Mietkosten für die beiden Kräne deutlich teurer als der Lkw­Transport. Sollte in Münden jedoch ein stationärer Portalkran errichtet werden, dann würde Alstom den Schiffstransport bevorzugen, so Stückrath. (kri)

Riesige Google­Markierung am Fridericianum: Hier ist das Zentrum

Bericht aus der HNA vom 28. August 2013

Kassel. Eine sieben Meter hohe Skulptur steht seit Dienstag auf dem Friedrichsplatz. Das Kunstwerk „Map“ ist Teil der Ausstellung des Kasseler Kunstvereins „Hello World“ von Aram Bartholl, die Donnerstagabend im Fridericianum eröffnet wird.

Bei dem riesigen A­Zeichen handelt es sich um einen Positionsmarker, wie ihn der Internetdienst Google für seinen Kartenservice Google Maps verwendet.
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Das Google­Zeichen ist eine mehrfache Positionsbestimmung. Es zeigt das Zentrum Kassels an, zumindest wie es der in Berlin lebende Künstler markiert hat. „Wo der Mittelpunkt Kassels ist, das müssten natürlich die Einwohner diskutieren“, sagt der 40 Jahre alte Bartholl. Zweitens markiert es den Standort des Kunstvereins, der am Donnerstag zum ersten Mal mit einem neuen Vorstand mit einer Vernissage in Erscheinung tritt. Drittens ist die Skulptur als Teil von „Hello World“ eine Botschaft an die Kunstwelt: Hallo, hier bin ich ­ die Kasseler Schau ist die erste Einzelausstellung Bartholls in größerem Rahmen.

Seit zehn Jahren beschäftigt sich Bartholl mit der Verknüpfung der realen mit der virtuellen Welt und mit der Frage, was das Online­Leben „mit uns macht“. Er fragt: „Was passiert, wenn ich digitale Zeichen in den Raum stelle?“ So steht das monumentale A auch für unterschiedliche Erwartungen an den öffentlichen Raum ­ in der Stadt und im Netz.

„Im Internet herrschen andere Gesetze“, sagt Bartholl, viele zuckten angesichts des ausgespähten E­Mail­Verkehrs mit den Schultern, wenn aber ein Google­Fahrzeug durch die Straßen fahre, werde Überwachung sichtbar, „plötzlich verstehen das alle“. Dann sorge Google für mehr Unbehagen. Der Konzern wolle harmlos wirken, „weiß wie die Steckdose in der Wand“, aber, da ist Bartholl überzeugt, „natürlich ist das alles problematisch“.

Für eine parallel zu seiner eigenen Präsentation laufenden Gruppenausstellung „Offline Art: Hardcore“ hat Bartholl junge Künstler eingeladen, die der Webkultur der Gegenwart radikale Positionen entgegensetzen, die Datengiganten wie Google skeptisch gegenüberstehen und die üblichen „Sehgewohnheiten der Generation Internet“ hinterfragen.

Ab Freitag: Neue Brücke über die Bahn zum Rotenburg Center

Bericht aus der HNA vom 25. Juli 2013

Rotenburg. Präzision war gefragt, als am Mittwochvormittag der gut zehn Meter hohe Turm aufgestellt wurde, den ab Freitag eine Brücke über die Bahnschienen mit dem neuen Rotenburg Center am Bahnhof verbinden wird.

Um das acht Tonnen schwere Ungetüm an seinen Platz zu befördern, griffen die vier Monteure schließlich zu Zollstock, Stemmeisen und Wasserwaage.
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Bereits in der Nacht waren die zwei Bauteile für den Turm nach Rotenburg gelangt - eines davon, der 5,30 Meter breite Treppenturm, als Schwertransport. Auf den letzten Metern war dieser von der Polizei eskortierte Transport frühmorgens ins Stocken geraten: Für den vorgesehenen Weg durch die Gasse Im Zwickel war die Kurve zu eng. Das Team vom Begleitfahrzeug montierte am Übergang von der Lindenstraße zur Poststraße einige Metallpoller und Straßenschilder ab und ermöglichte der sperrigen Ladung so den Weg durch die Poststraße.

Zwei Kräne hoben die Bauteile dann am Vormittag nacheinander von den Tiefladern. Auf engem Raum brachten sie die Teile zwischen Häusern und Bahnschienen von der waagerechten in die senkrechte Position und beförderten sie an den Platz neben dem schon bestehenden Betonturm für den Fahrstuhl. Die Millimeter über dem Boden schwebenden Stahlträger-Enden brachten die Monteure dann in Handarbeit an die richtige Stelle auf den schon vorhandenen Betonsockeln.

Mit Ankerhaken und speziellem Beton befestigten sie die Träger dann in ihren Fundamenten. Nach wenigen Stunden standen beide Teile gemeinsam als Treppenturm an den Schienen. Währenddessen traf mit einem weiteren Lastwagen die Brücke ein. Sie besteht ebenfalls aus Aluminium und ist 19 Meter lang. Am Freitag zwischen 14 und 16 Uhr wird sie über die Bahnschienen.

Hängepartie auf der Fulda: Tigerentenrennen startete mit Schwierigkeiten

Bericht aus der HNA vom 30. Juni 2013

Kassel. Tausende fieberten am Sonntagnachmittag auf der Regattawiese wie jedes Jahr dem Start des Tigerentenrennens entgegen. Doch wer eine Glücksente des Vereins Soziale Hilfe adoptiert hatte, musste diesmal lange auf das Ergebnis warten. Denn der Start begann mit Schwierigkeiten.

Das Problem war: Der Sack mit den Enten, von einem Kran über die Fulda gehievt, öffnete sich erst nach mehreren Fehlversuchen.
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Auch für die kurze Rennstrecke von der Spitzhacke bis zum Fangtrichter oberhalb der Drahtbrücke ließen sich die Enten diesmal viel Zeit und rangelten auf den letzten Metern um den ersten Platz.

Die Ente mit der Nummer 6092 hatte schließlich den Schnabel vorn und brachte damit ihrer Besitzerin Carolin Schnellbächer den Hauptgewinn, eine Luxusreise nach Indien, ein.

Mit 9816 verkauften Enten blieb das Ergebnis diesmal weit hinter den Erwartungen des Vereins Soziale Hilfe, der sich vor allem in Kassels sozialen Brennpunkten für benachteiligte Familien engagiert, zurück. Statt der erhofften 12.000 Tigerenten – dem Startfeld des Vorjahrs – wurden nur 9816 Enten adopiert.

Zu den Käufern zählten Volker und Friederike Thorn aus Kassel. Sie schauten sich den den Start der Enten mit den Kindern Caecilia (5) und Benjamin (7) an. Benjamin hoffte, dass seine Ente ein Fahrrad gewinnt. „Vor allem wollen wir aber die gute Arbeit des Vereins unterstützen“, sagt Volker Thorn.

Bis kurz vor dem Start wurden die schwarz-gelb gestreiften Enten während des von Radio HNA moderierten Festes mit Bands und Kleinkünstlern am Auedamm verkauft. Immerhin kam bei 9816 Enten und einem Stückpreis von drei Euro ein Erlös von annähernd 30.000 Euro zusammen – Geld, das die Soziale Hilfe in ihre Projekte investieren kann.

Zum ersten Mal hatte der Verein die Tigerenten mithilfe eines Krans zu Wasser gelassen. Früher benutzte man dafür ein Schiff, von dem aus ein Metallkasten ausgeschüttet wurde. Das Boot konnte aber wegen der defekten Schleuse nicht mehr bis zur Regattawiese fahren. (pdi)

Schwertransporte über Nacht: Neue Bauelemente für die Helterbachbrücke

Bericht aus der HNA vom 8. Mai 2013

Melgershausen. Die Bauarbeiten an der Helterbachtalbrücke an der A 7 gehen zügig voran. Um nämlich im Zeitplan für die Arbeiten an der A 7 zu bleiben, muss der erste Teil der neuen Brücke bis Ende November fertig sein.

Die neue Brücke wird in Vorschubbauweise errichtet, bei der das gesamt Bauwerk langsam über das Helterbachtal geschoben wird. Am Montag wurde ein 220-Tonnen-Kran aus Baunatal aufgestellt.
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Für den musste zuvor ein Plateau als Aufstellfläche gebaut werden. Mit dem Kran wurden die 14 Tonnen schweren Teile für das Vorschubgerüst über das Tal gehoben und in die Verschalung, die den Beton für die Brücke aufnimmt, eingepasst.

Bereits in der Nacht hatte Lkw-Fahrer Uwe Gottwald mit einem Schwertransporter die Teile über die A7 von Bad Hersfeld in die Nähe der Baustelle gebracht. Der überbreite Schwertransporter musste für seine Fahrt eine Sondergenehmigung haben und war daher am Montag um 22 Uhr in Bad Hersfeld gestartet und wartete in der Nähe der Baustelle.

Am frühen Dienstagmorgen kam der Schwertransporter die schmale Baustraße herunter. Die mächtigen Stahlteile wurden abgeladen und eingepasst. Zwei weitere Transporter, die weitere Teile für das Vorschubgerüst geladen hatten, die allerdings nur sechs bis acht Tonnen wiegen und keine Überbreite hatten, warteten in der Nähe von Ostheim.

Mittlerweile hatte Kranführer Karl Wenderoth mit dem 60 Meter hohen Ungetüm das erste Teil in die Baustelle gehoben, wo es von Mitarbeitern der bauausführenden Firma Kirchner in die bereits aufgebaute Schalung verankert wurde.

Neue Galerie: Der Dicke schwebt davon

Bericht aus der HNA vom 08. April 2013

Kassel. Der dicke Mann, der seit Anfang Oktober 2012 auf einer Leiter in ein Fenster der Neuen Galerie schaute, verlässt Kassel. Er war das bekannteste Kunstwerk der Ausstellung „Alles unter dem Himmel gehört allen“.

Sie zeigte fünf Monate lang chinesische Kunst in der Kasseler Innenstadt.
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Am Montag wurde die mächtige Figur des Künstlers Mou Baiyan abgebaut.

Neue Edelstahltanks für Hütt-Brauerei in Rengershausen

Bericht aus der HNA vom 18. September 2012

Baunatal. Eine Raumkapsel in Baunatal? Nein, die Szenerie erinnerte zwar daran, aber Baunatal bleibt Autostadt. Am Dienstagmorgen bekam die Hütt-Brauerei in Rengershausen zwei neue Edelstahltanks geliefert.

Langsam senkt sich der rund sechs Meter hohe silberne Tank aus dem Morgenhimmel nach unten. Millimetergenau passt die Nase des Vier-Tonnen-Kolosses schließlich in die Öffnung.
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29.000 Liter Bier fassen jeweils die beiden Behälter, die am Dienstagmorgen per Schwertransporter bei der Hütt-Brauerei in Rengershausen ankommen. Zwei Kräne der Firma Regel hieven die Tanks über das Dach des Gär- und Lagerkellers.

Rund 110.000 Euro investiert die Brauerei an der Rengershäuser Knallhütte in die Vergrößerung der Anlage. Diese sei notwendig, weil das Angebot um weitere Bierspezialitäten erweitert wurde, sagt Braumeister Klaus Peter Reinl. „Die Weizenbrause beispielsweise läuft sehr gut.“

Die Brauerei hat vorgesorgt. Vier freie Plätze für weitere Tanks gibt es noch auf dem Dach des Gebäudes. Je nach Brauvorgang verweilt das Bier laut Reinl zwischen zwei und vier Wochen in einem Behälter. Zwei Wochen Vorlauf hatten die Mitarbeiter der Brauerei, bevor die neuen Tanks angeliefert wurden.

„Routine ist das sicherlich nicht“, sagt der Braumeister. Es komme nicht so häufig vor,dass Tanks eingebaut werden. Gefertigt wurden die Behälter von der Firma Gresser im thüringischen Nöbdenitz. Nicht ganz einfach war im frühen Vormittag die Anlieferung. Andreas Dämmig, Fahrer des Schwertransporters, musste ordentlich am Lankrad drehen, beovor das 23 Meter lange Gefährt mit den beiden Eedelstahltanks an der richtigen Stelle stand.

An den besonders kniffligen Ecken des Brauereigeländes griff Dämmig auf die lenkbaren Hinterachsen des Lkw zurück. Diese lassen sich aus dem Fahrerhaus per Fernsteuerung drehen.

Stahlgerüst für Videowand im Auestadion ist installiert

Bericht aus der HNA vom 16. Juni 2012

Kassel. „Anscheinend haben wir Glück gehabt“, sagt Martin Hellmann vom Hochbauamt der Stadt Kassel, als am Mittwoch am frühen Abend die letzten Schrauben der beiden Pfosten festgezogen werden.
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„Ganz ehrlich, das war auch so vorgesehen“, fügt Architekt Rainer Schulz hinzu, der für die Arbeiten im Auestadion als Bauleiter verantwortlich ist. Ob nun Glück oder Planung: Um 17.20 Uhr steht das Stahlgerüst für die Videowand, die zum ersten Mal bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften am 23. und 24. Juli in Kassel zum Einsatz kommen soll.

Auch Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des Sportamtes, hat beobachtet, wie Kranführer Mario Wildner (Firma Regel) in knapp 20 Minuten das 7,8 Tonnen schwere Stahlgerüst in die beiden Fundamente gehievt hat. Um 17.20 Uhr schickt Fröhlich eine SMS an ihren Vorgesetzten, Bürgermeister Jürgen Kaiser. Sie schreibt: „Das Gerüst steht. Alles im Plan.“

Auch wenn der letzte Arbeitsvorgang ohne Komplikationen über die Bühne ging und sich Kranführer Wildner locker gab („Ich stell’ das nur rein. Das ist ein ganz normaler Job“), so lag hinter den Männern ein langer und schwerer Arbeitstag. Um 6.30 Uhr war Wildner mit dem 100-Tonnen-Autokran hinter der Südkurve des Auestadions vorgefahren. Hier wurden im Laufe des Tages mithilfe des Krans die verschiedenen Stahlteile von Mitarbeitern der Firma Roth für die Videowand zusammengebaut.

Auf zwei 15 Meter lange Stahlstützen mit einem Gewicht von jeweils 1,5 Tonnen wurde das Gittergerüst für die Videowand montiert. Insgesamt entstanden 21 Felder, die derzeit noch wie ein unausgefülltes Schachbrett aussehen. Aber nur bis Montag, 27. Juni. Dann werden die 42 Monitore für die LED-Videowand montiert, sagt Architekt Schulz. Das werde etwa fünf Tage dauern. Anschließend gebe es die ersten Probedurchläufe mit der Videowand, die über einen Computer in der Sprecherkabine auf der Haupttribüne bedient wird.

Bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften werden hier Bilder von 28 Kameras, die im Stadion positioniert sind, gezeigt - auf einer Nettofläche von 72 Quadratmetern, das entspricht einer großzügigen Zwei-Zimmer-Wohnung.

Der nächste Einsatz könnte bei der ersten Runde des DFB-Pokals sein. Ende Juli / Anfang August empfängt der KSV Hessen Kassel den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. „Das sieht schon klasse aus und macht das Stadion noch attraktiver, auch für Konzerte“, sagt Sportamtsleiterin Fröhlich, als das Gerüst steht. Jetzt fehlt nur noch der Beton. Der soll am Donnerstagmorgen in die beiden Köcherfundamente verfüllt werden.

Flughafen Calden: Nun krönt eine Kanzel den Tower

Bericht aus der HNA vom 08. Mai 2012

Calden. Dem neuen Flughafen Kassel in Calden wurde am Dienstag die Krone aufgesetzt. Die Kanzel, in der die Fluglotsen ab April 2013 arbeiten werden, wurde auf den 24 Meter hohen Tower gehievt. Sie hat eine Höhe von etwa vier Metern, dazu kommt noch der Antennenturm - insgesamt wird der Tower mehr als 30 Meter hoch (etwa wie ein zehnstöckiges Haus) in den Himmel über Calden ragen.
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Der Himmel war am Dienstagmorgen blau und es wehte kaum Wind - für Kranführer Karl Wenderoth, der seit 40 Jahren für die Firma Regel schwere Lasten in die Höhe hebt, war der Job am Flughafen somit reine Routine.

Maximal 220 Tonnen kann der Kran hochziehen, die Kanzel wiegt 25 Tonnen - ein Leichtgewicht sozusagen, kein Problem also.
Was zu beachten war:
Nach Vorgaben der Flugsicherung durfte der Kran nicht höher als 48 Meter ausgefahren werden - 60 Meter sind maximal möglich. Es dauerte keine halbe Stunde, dann war die Kanzel oben. Sie wurde gleich an 24 Punkten festgeschweißt.

Auch für Architekt Stefan Stiegel von der RSE Planungsgesellschaft war das Aufsetzen der Kanzel ein besonderer Moment: „Schließlich ist der Tower kilometerweit zu sehen und damit für die Menschen das Symbol des Flughafens.“

Bauleiter Reiner Friedrichs von der Kasseler Firma Hermanns strahlte mit der Sonne um die Wette: „Keine Probleme“, meldete er, alles laufe glatt und planmäßig beim Bau des Flughafens. So wird es beim Termin 1. Juni für das Richtfest bleiben - dann wird es auch anders als am Dienstag eine richtige Feier geben, heißt es bei der Flughafen GmbH. Zum „Krönungstermin“ waren nur etliche Journalisten auf die Baustelle gekommen.

Der Tower des Flughafens kostet 1,2 Millionen Euro - das sind reine Baukosten, ohne die teure Technik. Die Kanzel schlägt mit 300 000 Euro zu Buche. Im Tower wird es neben der Fluchttreppe einen Aufzug geben - in die Kanzel selbst müssen die Fluglotsen dann über einige Stufen nach oben laufen. Sie hat eine Grundfläche von 32 Quadratmetern. Die Kanzel hat eine achteckige Form, die umlaufende Sonnenschutzverglasung wird von Pfosten eingefasst, die 15 Grad nach außen geneigt sind.

Die Technik wird im August in den Tower eingebaut. Und dann erhält der Flugverkehrskontrollturm, wie so ein Tower offiziell heißt, auch eine Ausstattung, die den Fluglotsen ihre Arbeit etwas gemütlicher machen soll: Der Fußboden der Kanzel bekommt einen Nadelvliesteppich. Die Farbe: dunkelgrau. Das wiederum passt zur anthrazitfarbenen Außenfassade der Kanzel.


Koloss wäscht tausende Flaschen

Bericht aus der HNA vom 16. November 2011

Hütt-Brauerei in Rengershausen installiert neue Reinigungsmaschine Anlage ist 30 Tonnen schwer setzt der Kran der Firma Regel die neue Spülmaschine vor der Halle der Hütt-Brauerei ab. Das, was da am Haken hängt, ist keine Spülmaschine, wie man sie etwa aus der eigenen Küche kennt. Die Anlage für das Rengershäuser Unternehmen ist ein Koloss. Die vollautomatische Einheit ist zehn Meter lang, wiegt 30 Tonnen und kostet 700 000 Euro. Bis zu 24 600 Flaschen reisen pro Stunde durch die verschiedenen Kammern des riesigen Edelstahlbehälters. Jeder Verbraucher fragt sich irgendwann: Wie werden eigentlich gebrauchte Flaschen gereinigt?
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Das geht bis zur Steriltemperatur“, erläutert Brauereichef Frank Bettenhäuser. Bei knapp 80 Grad Hitze werden jegliche Reste aus den Bierflaschen herausgespült und sogar Keime abgetötet. Laut Bettenhäuser durchlaufen die Flaschen in der Anlage mehrere Bäder mit Waschlauge. Darin werden sie von innen und außen ausgespritzt.“ Zuvor, so der Hütt-Chef, werden die Glasflaschen aufgewärmt sowie die Etiketten aufgeweicht und entfernt. Mehrfach schaut ein Automat im Anschluss daran nach, ob eine Flasche auch wirklich sauber ist und neu befüllt werden kann. Die Prüfung geschieht bei uns gleich dreifach.

Der Austausch der alten Reinigungsmaschine, die nach 21 Jahren ausgedient hatte, war für die Rengershäuser Brauerei eine besondere Herausforderung. Seit fast drei Wochen steht die Abfüllanlage bei Hütt still. Keine einzige Flasche Bier wurde seit dem Beginn der Arbeiten für die neue Flaschenwaschmaschine mehr befüllt. „Wir haben vorgearbeitet“, erläutert Bettenhäuser. 5000 Hektoliter Gerstensaft wurden in den vier Wochen vor dem Abbau der alten Anlage vorproduziert und abgefüllt. Das entspricht 100 000 0,5-Liter-Flaschen. Bevor die neue Waschmaschine eintraf, wurde in der Halle außerdem ein neuer Boden verlegt. Spezielle Schwerlastfliesen sollen dem Druck von 30 Tonnen standhalten. Damals, bei der Installation der alten Anlage, da sind uns die Fliesen um die Ohren geflogen, erinnert sich Bettenhäuser zurück.

Ab dem morgigen Donnerstag soll die Waschmaschine an die Füllanlage der Brauerei angeschlossen sein. Dann werden die braunen Bierflaschen in langen Reihen anrücken. Nach der Fahrt durch die neue Reinigungsmaschine werden sie blitzblank wieder ans Tageslicht kommen. Bier rein, Etikett drauf. Und dann ab in die Kiste.

Windkraft-Getriebe am Haken

Bericht aus der HNA vom 01. November 2010

Neuer 500-Tonnen-Kran der Firma Regel hievte Herzstück der Windkraftanlage in luftige Höhe. Silvio Gabel sitzt entspannt im Sessel seines offenen Cockpits, den Blick fest auf seine Monitore gerichtet. Das 16 Tonnen schwere Getriebe der Windkraftanlage in Wattenbach schwebt schon wie eine fette Hummel über der geöffneten Gondel, an der der mächtige 40 Meter durchmessende Rotor hängt. Noch ein halber Meter, dann ist die Arbeit für den Kranführer getan.
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Noch ein halber Meter, dann ist die Arbeit für den Kranführer getan. Gabel hat schon jede Menge schwere Lasten am Haken transportiert. Doch dieser Auftrag war eine Premiere in doppelter Hinsicht:

Der 500-Tonnen-Kran der Firma Regel mit seinem bis auf 161 Meter Höhe ausfahrbaren Ausleger ist brandneu. Und ein Windkraft-Getriebe hatte Gabel noch nie am Haken. Demnächst wolle Regel mit dem Kran Windkrafttürme bauen, sagt Gabel. Für Leon Hansen, einen der Mitarbeiter der dänischen Firma DMP Moelleservice, die das reparierte Getriebe am Vorabend auf einem Tieflader nach Wattenbach geschafft haben, ist die Arbeit Routine. Er hat öfter in Deutschland zu tun. Sein deutscher Kollege Henrik Kluge von der Deutschen Windtechnik“ schaut zufrieden dem in 65 Metern Höhe schwebenden Getriebe nach. Denn das Wetter spielt mit. „Der Wind ist mäßig, das ist ideal. Denn wenn er stärker als zehn Meter pro Sekunde bläst, wird es gefährlich“, sagt er. Mit dem Austausch des Getriebes, das die Kraft des Rotors auf den Generator überträgt, ist die Arbeit für Gabel im Wattenbacher Windpark noch nicht erledigt. Heute muss er den defekten Generator eines anderen Windrads mit seinem Kran sicher zu Boden bringen. Den Kran-Ausleger muss er dabei nur auf 75 Meter ausfahren. Denn die 1998 errichtete Windparkanlage in Wattenbach, die vergangenes Jahr rund fünf Megawatt Strom erzeugte, hat mit 65 Metern Höhe verhältnismäßig bescheidene Dimensionen. Er habe schon Windräder im Ausland gesehen, die 110 Meter hoch angebracht sind, erzählt Henrik Kluge. Es würden in Deutschland aber auch schon Anlagen gebaut, deren Rotor in 160 Metern Höhe seine Runden dreht. Der Grund dafür sei, so erklärt Kluge, dass gerade im Bereich von Wäldern die Stromausbeute mit der Höhe der Anlage steige.

Millimeterarbeit am Himmel
KRANFÜHRER Silvio Gabel ist voll auf seine Monitore konzentriert. Mit dem Joystick bewegt er den Kranausleger mit dem Getriebe am Haken. In Millimeterarbeit lässt er es später von oben in die Gondel der Windkraftanlage gleiten. Der Aufbau des Krans dauerte drei Stunden. Bevor der Transport durch luftige Höhe startete, überzeugten sich Oliver Wehrmann von der Firma Deutsche Windtechnik und ein dänischer Monteur (mit Helm) davon, dass die Last sicher am Haken hing.

Millimeterarbeit mit 75 Tonnen

Bericht aus der HNA vom 06. Oktober 2010

Dass man einen Autokran braucht, um einen Baukran abzubauen, kommt nicht oft vor, sagt Alexander Teifke vom Baunataler Schwertransport-Unternehmen Regel. Teifke hat die Aktion vorbereitet, die sich gestern auf der Baustelle am Klinikum über zwölf Stunden erstreckte. Der Grund für den Aufwand: Als der Baukran aufgestellt wurde, stand er allein auf weiter Flur. In der Zwischenzeit sind um ihn herum vier Klinikgebäude errichtet worden. Jetzt muss er aus dem Innenhof über diese Gebäude in Einzelteilen herausgehoben werden. mehr...

Laut und hektisch geht es auf der Baustelle am Klinikum zu. Zement wird gemischt, Kies abgeladen, geschraubt, gehämmert. Inmitten dieser Betriebsamkeit sitzt Martin Krupiczowicz drei Meter über dem Boden in der Führerkanzel seines 500-Tonnen-Krans und ist die Ruhe selbst. Seine linke Hand liegt auf dem Griff, mit dem er den 80 Meter langen Ausleger nach links oder rechts schwenkt, die rechte Hand betätigt den Hub, mit dem die Lasten hoch- und hinuntergehoben werden.

Die Geräusche und Arbeitsabläufe um ihn herum hat der 32-Jährige völlig ausgeblendet. Er hört nur auf die Befehle, die ihm Andreas Schanze auf der anderen Seite des Gebäudes per Funk erteilt: Auf, ab, auf, links, Nacken auf! Dort, für Krupiczowicz unsichtbar, werden die Teile des abzubauenden Krans auseinandergeschraubt und an den Ausleger seines Autokrans gehangen, damit sie über das Klinikgebäude gehoben werden können. Ich muss mich ganz auf Andreas’ Anweisungen verlassen, sagt Krupiczowicz. Anweisung per Handzeichen Um 11 Uhr hängt mit der Kanzel eines der schwersten Teile des abzubauenden Drehkrans am Haken. Wie immer, wenn der Autokran etwas hebt oder transportiert, leuchtet über Krupiczowiczs Arbeitsplatz die rote Lampe - das Zeichen, dass der Kranführer jetzt nicht angesprochen werden darf. Auf einem Bildschirm sieht er das Gesamtgewicht, das jetzt an seinem Kran hängt: 75 Tonnen. Wäre die Last schwerer als erlaubt, würde ihn eine Warnleuchte darauf hinweisen.

Würde er darauf nicht reagieren und weiter hochziehen, würde der Bordcomputer die gesamte Hydraulik abschalten. Nach dem Hub über das Klinikdach senkt der Autokran die Kanzel langsam nach unten, wo mehrere Schwertransporter darauf warten, die Einzelteile des Baukrans zu verladen und zur nächsten Baustelle zu bringen. Doch dafür muss die Kanzel noch etwas kleiner zerlegt werden. Vier Kollegen nehmen das Teil am Boden in Empfang.

Wieder wird Krupiczowicz dirigiert, diesmal per Handzeichen. Er muss die Kanzel auf höhenmäßig millimetergenau austarierten Holzblöcken platzieren. Eine geballte Faust heißt „Nacken auf - er muss den Ausleger senkrechter stellen, eine wegwerfende Handbewegung bedeutet „kippen. Genau das macht der Baggerführer. Die Kanzel wird auf die Seite gelegt. „Jetzt hat sie verloren sagen erleichtert die Männer vom Bau.

Große Dinge heben und bewegenl

Baunataler Nachrichten Juli 2007

Baunatal. Sichtlich beeindruckt waren Bürgermeister Manfred Schaub und der Geschäftsführer der Standortsicherungsgesellschaft, Herbert Jäger, als sie im Rahmen einer Betriebsbesichtigung die Albert Regel GmbH in Hertingshausen besuchten und der Geschäftsführer Manfred Regel die Zahlen des Fuhrparks nannte: fast 20 Autokrane mit einer Hubleistung von 30 bis 500 Tonnen, 30 Spezialtransportfahrzeuge mit einer Nutzlast bis zu 80 Tonnen und über 20 Gabelstapler sowie Hubgerüste mit einer Tragfähigkeit bis 400 Tonnen. mehr...

Nach dem Motto: „Wir regeln für unsere Kunden auch die schwersten Aufgaben“ bietet das Familienunternehmen vom Standort Baunatal aus inzwischen europaweit ein umfangreiches Leistungsspektrum an. Neben dem Autokran- und Schwertransportsektor, hat die Firma Regel in den letzten Jahren speziell im Bereich der Industrie- und Maschinenumzüge durch spektakuläre Hubgerüsteinsätze überregional an Bekanntheit gewonnen. Insbesondere durch eine kundenorientierte Projektbetreuung, ein eingespieltes Mitarbeiterteam sowie dem Einsatz von innovativen Techniken versucht das Unternehmen bei allen Aufträgen ein Höchstmaß an Qualität zu sichern.

Dabei fing alles ganz klein 1949 an, als der Firmengründer Albert Regel mit zwei Geschäftspartnern in Besse einen Fuhrbetrieb gründete und sich auf den Transport von Baumaterialien konzentrierte. Ein Jahr später, nach dem Ausstieg der Partner, setzte er mit seinen ersten Spezialtransportern den Grundstein für das heutige Großunternehmen, das seit 1976 seinen Hauptsitz in Hertingshausen hat. Derzeit beschäftigt das Unternehmen inklusive seiner Tochtergesellschaften rund 120 Mitarbeiter, davon etwa 100 in Baunatal. Darüber hinaus werden jährlich etwa 5 junge Menschen zu Speditions- und Bürokaufleuten, Mechatronikern oder Berufskraftfahrern ausgebildet.

Wie millimetergenau die Fachleute mit dem Kran arbeiten, können übrigens jedes Jahr die Besucher bei der traditionellen Maibaumaufstellung der Großenritter Schmandhasen beobachten, wenn der 15 Meter lange Stamm hoch über ihren Köpfen in die Dorfplatzmitte schwebt und dort von den Männern in feschen Lederhosen in der Verankerung befestigt wird.

Ein Halbgott hing am Seil

Pressebericht HNA 18. Oktober 2006

Kassel. Als sich Udo Corts in seiner kurzen Ansprache über das schöne Wetter freute, ahnte der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst wohl kaum, dass die Enthauptung der Herkules-Statue gestern um ein Haar nicht stattgefunden hätte. Zu stark war am Morgen der Wind gewesen, zu groß die Gefahr, dass der Kupferkopf ins Schwingen geraten könnte. Nun aber ist der Kopf ab, und das soll bis Frühjahr 2008 auch so bleiben. mehr...
"Morgens um zehn hatten wir noch zwölf Meter Windgeschwindigkeit pro Sekunde gemessen", sagte Regel-Prokurist Walter Meusel. Seine Firma hatte den Kran gestellt, mit dem der grüne Kopf auf die Besucherterrasse des Oktogons gehievt wurde. Gegen Mittag gab es Entwarnung, nur noch sechs Meter pro Sekunde wurden angesagt. Unerwartet, aber hochwillkommen.

Um 13.32 Uhr war es so weit. Corts löste symbolisch die letzte Schraube, die Rumpf mit Kopf verband, und zehn Minuten später schwebte der Kopf auf die Besucherterrasse, millimetergenau auf einen vorbereiteten Ständer. Dort bleibt er natürlich nicht hängen. Im Zwischengeschoss des Bauwerks soll er für die Dauer der auf 20,5 Millionen Euro geschätzten Restaurierung aufgestellt werden und den Besuchern zugänglich sein. Dem metallenen Halbgott, bislang auf seinem Sockel immer präsent und dennoch entrückt, kann man nun eineinhalb Jahre lang direkt ins Heldenauge blicken. Die gesamte Sanierung des Oktogons soll bis 2011 dauern.

Kühl war’s, der Wind spielte kaum eine Rolle. Das Gewicht des Kopfes noch weniger. "Eigentlich war der Kopf mit 180 Kilo angegeben", sagte Meusel, "aber an der Kranwaage waren es noch nicht einmal 100." Immerhin: Mit einem Meter fünfundfünfzig ist das Kupferhaupt ganz beachtlich.

Die größten Schäden an der Figur gibt es im Inneren. Um dort hineinblicken zu können, wurde der Kopf abgenommen, die Halsöffnung während der Sanierung mit einer klappbaren Holzverkleidung verschlossen. Bernhard Krönung ist einer der drei Restauratoren, die sich der Statue annehmen werden. "Jetzt müssen wir erst die Schäden begutachten, werden die Figur in den kommenden Monaten auf Spannungsschäden, Einschüsse und Rost prüfen. Dann können wir sagen, was gemacht werden muss und wie lange es dauern wird."

Präzision auf Knopfdruck

Pressebericht HNA, 21. September 2006

Kassel. Donnerstag, kurz vor zehn. Zwei Jogger traben Richtung Fulda, bleiben vor der großen Baustelle stehen. "Wenn sie ein paar Wochen warten, können Sie drüber", grinst Michael Beer entgegen. Ein paar Wochen - das wird im Dezember sein, und dann soll die Gärtnerplatzbrücke fertig sein. Gestern wurden dort die ersten Brückenträger gesetzt. mehr...
9.25 Uhr. Karl Wenderoth steigt in die Kabine des riesigen gelben Krans. 140 Tonnen wiegt der. Seine Aufgabe: die ersten beiden Träger, auf denen die neue Gärtnerplatzbrücke ruhen soll, vom LKW auf die Pfeiler zu manövrieren. Um halb zehn liegt der erste Träger korrekt.

Am Mittwochabend hatten Fahrer der Baunataler Firma Regel, zuständig für die Kranarbeiten an der Brücke, die beiden Träger in Hannover abgeholt. Dort waren sie auch hergestellt worden. Drei Meter breit, 14 Meter der eine lang, 22 Meter der andere.

"Das sind eigentlich kleine Dinger für uns", sagt Dieter Teifke von Regel. Seine Firma ist es gewohnt, wirklich große Transporte zu bewerkstelligen. "Hierfür war noch nicht einmal eine Sperrung der Autobahn nötig", sagt Teifke.

Morgens um zwei kam der Transport in Kassel an, ab halb acht wurde der Kran aufgebaut. Unmittelbar am Ufer steht er, auf Schotter, den 50 LKW angekarrt haben.

11.05 Uhr. Fahrer Dietloff Hansen steuert seinen Truck rückwärts Richtung Ufer, Michael Beer läuft nebenher und dirigiert per Handsteuerung die drei lenkbaren Hinterachsen. Millimeterarbeit. Reine Nervensache für den erfahrenen Trucker. Der Montagetrupp entert derweil den LKW, bringt die Gurte für den Kran an den 23-Tonnen-Träger an.

11.32 Uhr. Der Träger beginnt zu schweben, wird zentimeterweise angehoben.

11.42 Uhr. Mit riesigen Schraubenschlüsseln in der Hand warten die Monteure, bis sich der Träger auch die letzten Millimeter in die endgültige Position gesenkt hat.

Auch der zweite Träger liegt. Damit nimmt ein Projekt Form an, das europa-, sogar weltweit, einmalig ist. Die neue Gärtnerbrücke besteht aus einem Mix aus Stahl und dem in der Uni Kassel entwickelten ultrafesten UHPCV-Beton - die erste größere Brücke aus diesem Materialien in Europa. Die Bodenplatten werden mit einem Spezialharz verklebt, nicht mehr verschraubt. Das gab es weltweit noch nie.

Die neue Brücke wird eine High-Tech-Brücke sein. 80 Sensoren werden eventuell auftretende Schäden drahtlos an die Uni übermitteln. Risse, Schwankungen und ähnliches können so frühzeitig erkannt und behoben werden.

Am 05. Oktober sollen die anderen drei Träger, darunter das 36-Meter-Mittelstück, gesetzt, Mitte Oktober die Bodenplatten geklebt werden. Aber: "Es darf nicht kälter als acht Grad und nicht feucht oder nass sein", sagt Regel-Prokurist Walter Meusel und hofft auf einen trockenen Oktober."

Regel bringt Riesenaudi...

Pressebericht HNA, 07. April 2006

Elf Meter lang, 4,50 Meter breit und 3,40 Meter hoch - es scheint ein Auto für Riesen zu sein. Die Hertingshäuser Firma Regel brachte das überdimensionale Modell des Audi TT jetzt mit einem Tieflader direkt vors Brandenburger Tor in Berlin. Das Auto ist teil eines Themenparks zur Fußballweltmeisterschaft mit dem titel "Deutschland - Land der Ideen". mehr...
Spezialgestell ausgestattete Schwertransporter sei mit der Großplastik aus Fulda pünktlich in der Hauptstadt eingetroffen, berichtet Alexander Teifke von der Baunataler Firma. Seit vergangenem Donnerstag sei das Modell nun vor dem Brandenburger Tor zu bewundern. Zum Themenpark werden insgesamt sechs riesige Skulpturen im Berliner Zentrum ausgestellt (www.land-der-ideen.de)"

Leuchtzeichen bei Hertingshausen

Pressebericht HNA, 27. Januar 2006

Als sei der Himmel gemalt, so wirkt der illuminierte Baukran. Aber er steht natürlich fest auf dem Boden bei der Firma Regel im Gewerbegebiet Hertingshausen mehr...
Als sei er an den Himmel gemalt, so wirkt der illuminierte Baukran. Aber er steht natürlich fest auf dem Boden bei der Firma Regel im Gewerbegebiet Hertingshausen. Hier korrespondieren die Lichter des Krans mit den Leuchtspuren der Autos in der Fuldastraße. Aus Linien, Dreieck und rechtem Winkel entsteht sozusagen Geometrie des Alltags. (ING) "

Achtmal sperrige Fracht

Pressebericht HNA, 02. November 2005

Lohfelden. "Jetzt kannst du einschlagen, das passt!", tönt es aus dem CB-Funkgerät. Dietloff Hansen greift ins Lenkrad. Vorsichtig bugsiert er seinen 40 Tonner zwischen den Ampeln hindurch um die Kurve mehr...
Lohfelden. "Jetzt kannst du einschlagen, das passt!", tönt es aus dem CB-Funkgerät. Dietloff Hansen greift ins Lenkrad. Vorsichtig bugsiert er seinen 40-Tonner zwischen den Ampeln hindurch um die Kurve. Zentimeterarbeit im Dunkeln. "Das ist nichts für Anfänger", sagt der 58-Jährige.

Es ist kurz nach 22 Uhr. Der Brummifahrer aus Gudensberg fährt mit seinem Schwertransporter riesige Kühlaggregate der Firma Alstom Power Energy von Kassel zu den IWK Hallen in Lohfelden. 20 Tonnen wiegt die sperrige Fracht, die mit 4,60 Meter Breite und 18 Meter Länge nur nachts transportiert werden kann.
Ein Polizeitwagen mit Blaulicht macht den Weg frei, ein Begleitfahrzeug mit Funkverbindung sichert den Transport nach hinten ab. Probleme erwartet der altgediente LkW Fahrer auf der kurzen Strecke nicht, aber: "Man weiß nie, was kommt."

Kurz darauf erhält er einen Hinweis per Funk: Fahr mal rechts ran, da kommt ein Rettungswagen von hinten!" Hansen steuert seine Zugmaschine auf die rechte Spur und wartet. Dann geht es weiter mit 530 PS auf die Autobahn. Mit 40 km/h zuckelt der Transporter auf zwei Spuren dahin.

Der schwierigste Abschnitt kommt erst noch: von der Autobahn runter und auf der Crumbacher Straße durch Lohfelden. Im Schritttempo geht es den Berg hoch. Am Crumbacher Kreisel stehen Schaulustige. Hier wird es eng. Der Lastzug muss sich um die Verkehrsinsel winden. Die drei Lenkachsen des Aufliegers schwenken aus. Es klappt, das eingespielte Team der Baunataler Firma Regel hat es geschafft. In den leer stehenden IWK-Hallen wird das 20-Tonnen-Bauteil schließlich an den Haken genommen und abgeladen.
Vier der großen Kühlaggregate für Singapur sind nun in den alten Industriehallen zwischengelagert. Vier weitere werden in nächtlichen Aktionen in den kommenden Wochen dazukommen. Sie werden in Lohfelden zu 24 Meter langen Bauteilen zusammengeschweißt und Ende Dezember zu einem Nordseehafen - vermutlich Antwerpen - gefahren.

Dieser Abtransport ist eine neue Herausforderung für die Mitarbeiter der beteiligten Firmen, die gestern die Örtlichkeiten unter die Lupe nahmen. Um den Crumbacher Kreisel mit einem dann noch längeren Schwertransport zu passieren, müssen die Hinterachsen vermutlich von einem zweiten Fahrer per Fernbedienung gelenkt werden. Oder man findet in Zusammenarbeit mit dem Straßenverkehrsamt eine andere Route."

Eine Lok in den Kran-Krallen

Pressebericht HNA, 23. September 2005

Kassel. Etwa 70 Tonnen schwer, 18 Meter lang und über drei Meter breit. Die E-Lok auf dem Gelände der Firma Bombadier wurde gestern mithilfe von zwei Autokranen der Firma Regel auf einen Tieflader gehoben mehr...
Kassel. Etwa 70 Tonnen schwer, 18 Meter lang und über drei Meter breit. Die E-Lok auf dem Gelände der Firma Bombadier wurde gestern mithilfe von zwei Autokranen der Firma Regel auf einen Tieflader gehoben. Kanalbauarbeiten auf dem ehemaligen Henschelgelände machten das erforderlich. Die 1970 gebaute Lokomotive wird nun auch gewartet. Die alte Erprobungslok wird aber bald wieder an den Ursprungsort zurückkehren und auf dem Werksgelände ausgestellt. Das gute alte Stück dient jedoch nicht nur allein Ausstellungszwecken. Die Lokomotive ist auch als Bar mit Küche ausgebaut und dient unter anderem als Seminarraum. (AWE)

Kraftakt mit zwei Kränen

Pressebericht HNA, 29. August 2005

Kassel. Ohne moderne Technik hätte man am Samstagmorgen schätzungsweise 200 kräftige Menschen benötigt, den größten von insgesamt zwölf neuen Schienensträngen für eine neue Wendeschleife im Schotterbett der Leipziger Straße zu platzieren mehr...
Kassel. Ohne moderne Technik hätte man am Samstagmorgen schätzungsweise 200 kräftige Menschen benötigt, den größten von insgesamt zwölf neuen Schienensträngen für eine neue Wendeschleife im Schotterbett der Leipziger Straße zu platzieren.

15 Tonnen wog die 16,5 Meter lange und drei Meter breite Weiche, die als Erstes eingesetzt wurde. Das Problem waren jedoch weniger die Maße, sondern vielmehr die Tatsache, das riesige Teil zentimetergenau abzusetzen, ohne die Oberleitung der Straßenbahn zu beschädigen. Für die Filigranarbeit war die Albert Regel GmbH zuständig. Zwar hatte die Baunataler Firma mit Michael Schafhaupt und Robert Sprenger zwei erfahrene Kranführer vor Ort, dennoch war Kunden- und Projektbetreuer Alexander Teifke "ein bisschen aufgeregt", als die 15 Tonnen am Haken der beiden Autokräne hingen und stellte fest: "Das ist schon eine besondere Herausforderung und erfordert viel Fingerspitzengefühl." Sichtbar erleichtert atmete Teifke denn auch kurz nach 10 Uhr tief durch, als der erste Schienenstrang passgenau im Schotterbett lag. Peter Krähenbiel von der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG), der die Bauaufsicht innehatte, mochte die Freude über die gelungene erste Hebeaktion nicht so recht teilen. "Wir sind im Zeitverzug" stellte Krähenbiel nüchtern fest und hatte dabei die Vorgabe im Visier, dass mit Betriebsbeginn am heutigen Montag die Straßenbahnen wieder über die Leipziger Straße rollen sollen.

Und seine Sorgenfalten wurden im Laufe des Tages noch ein bisschen größer, als plötzlich ein Stopfaggregat seinen Geist aufgab und die Schotterarbeiten vorübergehend eingestellt werden mussten. Da es jedoch gelang, kurzfristig eine Ersatzmaschine zu besorgen, zeigte sich Krähenbiel gestern Nachmittag guter Dinge, den Zeitplan einhalten und den rund 100 Meter langen Streckenabschnitt in Höhe Burger King rechtzeitig fertig stellen zu können.

Wenn nichts mehr dazwischengekommen ist, fährt seit circa 4 Uhr die Straßenbahn, die Samstag und Sonntag durch Busse ersetzt wurde, wieder fahrplanmäßig in beiden Richtungen durch Bettenhausen (bho).

Maßarbeit mit Autokran - Turbinen ausgebaut

Pressebericht Werra-Rundschau, Eschwege, 24. Mai 2005

Eschwege. Gestern Morgen konnten Passanten an der ersten Werrabrücke Maßarbeit eines Kranführers beobachten, die man nicht alle Tage sieht. Zwei durch Rost und Schwingungen beschädigte Turbinen und ein Kratzerrechender Wasserkraftanlage „Schabe“ wurden ausgebaut und mit einem sechsachsigen Autokran der Spezialfirma Regel aus Baunatal in Einzelteilen ans Tageslicht gehievt mehr...
Eschwege. Gestern Morgen konnten Passanten an der ersten Werrabrücke Maßarbeit eines Kranführers beobachten, die man nicht alle Tage sieht. Zwei durch Rost und Schwingungen beschädigte Turbinen und ein Kratzerrechender Wasserkraftanlage „Schabe“ wurden ausgebaut und mit einem sechsachsigen Autokran der Spezialfirma Regel aus Baunatal in Einzelteilen ans Tageslicht gehievt.

Kein Problem für den Kran mit einer Hubleistung von 180 Tonnen. Aber wohin mit dem Kran, der neben seinem Eigengewicht noch mit 50 Tonnen Zusatzballast bestückt war? Das war die entscheidende Frage, weil der Kran wegen des Gewichtes nicht auf der Brücke stehen durfte, sondern 40 Meter hinter dem Haus am anderen Werraufer „Am kleinen Wehr“. So hat der Kranführer auch nicht gesehen, was er wo aufnimmt und erhielt seine Informationen über Funk.

Der mit einem zweiten Fahrzeug rangekarrte Zusatzballast musste den Kran stabilisieren, sonst wäre er wegen der großen Distanz zum Aufnahmeort der Teile umgekippt. Die schweren Teile, eine Turbine wiegt vier Tonnen, sind dann über das Haus gehievt und auf der anderen Seite abgelegt worden, von wo sie zur Reparatur zur Firma Stellba Hydro in Heidenheim gebracht werden. Das hat er mit Fingerspitzengefühl bravourös geschafft. Nicht minder die Präzisionsarbeit der Männer von den Stadtwerken, die zuvor die Teile auf engstem Raum quasi „krangerecht“ bereitstellen und anhängen mussten.

Die Turbinen stehen seit August 2004 still. Warum erst jetzt die Reparatur erfolgt, darauf weiß Gerhard Fischer von den Stadtwerken eine Antwort: Es gibt nur eine Firma, die das macht und das Angebot, ob Reparatur oder Neukauf, habe sehr lange gedauert. Tragisch für die Stromversorgung sei dies aber nicht.

Die beiden Turbinen mit 500 kW Leistung steuern bei optimalen Bedingungen gerade mal zwei Prozent des Eschweger Strombedarfs bei, mit der Turbine gegenüber sind es knapp fünf Prozent. In drei Monaten werden sie wieder laufen. (HM)“

Beton fürs Dach

Pressebericht HNA, Melsungen, 28. April 2005

Melsungen. Fünf Betondachbinder hievte am Dienstag die Kasseler Albert Regel GmbH auf das im Umbau befindliche Melsunger Hallenbad. Das für Schwertransporte und Autokrane zuständige Unternehmen mehr...
Melsungen. Fünf Betondachbinder hievte am Dienstag die Kasseler Albert Regel GmbH auf das im Umbau befindliche Melsunger Hallenbad. Das für Schwertransporte und Autokrane zuständige Unternehmen hatte die 13 Tonnen schweren und 16 Meter langen Bauteile der Dachkonstruktionen vom Herstellungsort Marsberg nach Melsungen gebracht, wo sie von Mitarbeitern der Kombi-Massivbau-Bauelemente GmbH montiert wurden. Alexander Teifke, Kundenbetreuer und Junior der Autokran- und Schwertransporte-Firma aus Baunatal erläuterte, dass für das Entladen und das milimetergenaue Einsetzen der Binder ein Großkran mit einer Hubleistung von 160 Tonnen eingesetzt werden musste. Zur Stabilisierung des Kranes sei 50 Tonnen schwerer Zusatzballast erforderlich geworden, der die Baustelle ebenfalls auf einem Spezialfahrzeug erreichte. Gegen Mittag hatten die Bauspezialisten alle fünf Massivbau-Fertigteile der Dachkonstruktion eingesetzt. Am 10. Mai soll die übrigen Dachteile aufgebracht werden, die jeweils 20 Tonnen wiegen (ZRO)

Millimeterarbeit mit Ungetümen

Pressebericht HZ, 08. April 2005

Bad Hersfeld. Millimeterarbeit mit einem tonnenschweren Gewicht am Haken: „Es ist alles schon sehr eng. Und dass man mit zwei Kränen einen Baukran abbaut, kommt auch nicht alle Tage vor“, berichtete Robert Reglin, Fahrer eines Autokranes mehr...
Bad Hersfeld. Millimeterarbeit mit einem tonnenschweren Gewicht am Haken: „Es ist alles schon sehr eng. Und dass man mit zwei Kränen einen Baukran abbaut, kommt auch nicht alle Tage vor“, berichtete Robert Reglin, Fahrer eines Autokranes der Firma Regel aus Baunatal. Gemeinsam mit den Spezialisten der Firma Wilbert demontierte er gestern im Laufe des Tages den 28 Meter hohen Baukran des Bauunternehmens Heberger. Dieser stand bis gestern am hinteren Ende des City-Parkplatzes. Wegen der engen Straßenführung in dem Bereich war der Abbau wesentlich besser komplizierter als der Aufbau. Nachdem die Fachleute die einzelnen Bauteile des Kranes auseinandergeschraubt hatten, hob Reglin diese tonnenschweren Stahlteile mit seinem 70 Meter-Auslegekran zunächst auf das unbedachte Parkdeck des neuen Parkhauses für die City Galerie. Dort wurden die Teile weiter auseinander genommen und mit Hilfe des noch stehenden Baukranes auf Sattelschlepper geladen. Diese waren an der Benno Schilde-Straße in Stellung gebracht worden. Stück für Stück wurde so der stählerne Turm in seine Einzelteile zerlegt. Doch nicht nur bei der Demontage war Fingerspitzengefühl gefragt. „Schon die Anfahrt des Autokranes war eine knifflige Sache“ berichtete Carsten Hildebrandt, in Bad Hersfeld ansässiger Geschäftsführer der Firma Regel. Der mobile Kran wurde deshalb schon am Mittwochabend hinter dem Parkhaus am Rainchen in Stellung gebracht. Auch hier war Reglins Fingerspitzengefühl gefragt, musste er doch das drei Meter breite Spezialfahrzeug durch ein 3,20 Meter breites Nadelöhr manövrieren.

Um überhaupt zum Einsatzort zu kommen, beantragte des Unternehmen eine Sondergenehmigung. Die Untere Frauenstraße wurde gegen die Fahrtrichtung passiert. „Und es war wichtig, dass kein parkendes Auto im Weg stand“, erläuterte Hildebrandt. Mit einem weiteren Spezialfahrzeug wurden die 50 Tonnen schweren Zusatzballaste angeliefert., die nötig waren, um den Autokran zu stabilisieren. „Und heute Abend geht das Ganze im Rückwärtsgang zurück“, freut sich Reglin auf seine nächste Herausforderung vor dem wohlverdienten Feierabend.

Viel Gefühl für viel Gewicht

Pressebericht HNA, 24. März 2005

Niederzwehren. Kein Kraftwerk ohne Transformator Das gilt auch für das Kraftwerk in der Dennhäuser Straße. Viel Maschinenkraft und noch mehr Fingerspitzengefühl waren nötig, um den 120-Tonnen-Klotz aus Halle/Saale nach Kassel zu bringen mehr...
Niederzwehren. Kein Kraftwerk ohne Transformator Das gilt auch für das Kraftwerk in der Dennhäuser Straße. Viel Maschinenkraft und noch mehr Fingerspitzengefühl waren nötig, um den 120-Tonnen-Klotz aus Halle/Saale nach Kassel zu bringen. Seit Montagabend um zehn war der Transformator per Schwerlasttransporter unterwegs. Nach einem Zwischenstopp in Herzberg im Harz erreichte die 600 PS starke, vierachsige Sattelzugmaschine mit ihrem 15-achsigen Hänger am Mittwochmorgen um drei Uhr das Kraftwerk. Um den Koloss entladen zu können, mussten zwei Autokrane der Baunataler Firma Albert Regel ran. Nun kamen gewaltige Kräfte ins Spiel. Jeder der beiden Krane kann ein Gewicht von 180 Tonnen heben. Zwei weitere Spezialfahrzeuge sorgten für 100 Tonnen Ballast zur Stabilisierung der Krane. Schwierig war es allerdings für die beiden Kranfahrer Robert Reglin und Karl Wenderoth, den Transformator mit beiden Kranen synchron anzuheben und einen neunachsigen Plattformwagen zu setzen, der seine Last hydraulisch anheben und absenken kann. Zukünftig soll der Transformator für die neue Gasturbine des Kombiheizkraftwerks 2 eingesetzt werden und dafür sorgen, dass der erzeugte Strom für die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz umgewandelt wird.(RMK)

Nachtarbeit für eine saubere Fulda

Pressebericht HNA, 09. Dezember 2004

Für 2,1 Millionen Euro baut der Kasseler Entwässerungsbetrieb neue, größere Mischwasserkanäle zwischen Oberster Gasse und Tränkepforte in der Kasseler Innenstadt – für eine saubere Fulda. Dazu notwendig ist schweres Gerät. In der Nacht mehr...
Kassel. Frank Regel schaut zufrieden hinüber zu seinem 500-Tonnen-Kran, der seinen gelb-schwarzen Ausleger wie einen riesigen Finger in den sternlosen Nachthimmel vor der Silhouette reckt. Das Schwergewicht stellt sonst Windräder im Emsland auf. Heute soll es helfen, die Fulda ein bisschen sauberer zu machen.

Frank Regel hat seinen Kran anderthalb Stunden vorbereitet, damit er stabil auf der Fahrbahn ruht, bereit, ein 61 Tonnen schweres Betonmonstrum in die Baugrube mitten auf dem Steinweg zu hieven. Jetzt wartet er mit den Männern des Kasseler Entwässerungsbetriebes (KEB), den Baustellenarbeitern und den immer zahlreicher werdenden Schaulustigen auf die Ankunft der überbreiten Tieflader mit den Kanalschacht-Fertigteilen, die die Polizei vom Werk der Firma Kimm in Wabern an die Fulda lotsen soll.

Über Funk kündigt sich der Transport mit Verspätung an. „Das wird eine enge Kiste“, stöhnt Frank Regel. Er hat sich schon ausgerechnet, dass er den Kran in der Nacht noch auf die andere Seite der Baugrube wird umsetzen müssen. Um halb sechs soll der Verkehr auf dem Steinweg, der stadteinwärts über die Oberste Gasse umgeleitet wird, wieder rollen.

Kurz nach elf ist es dann so weit. Regel nimmt das Betonmonstrum an den Haken. Sieben Arbeiter schieben, drücken, halten, bis es völlig ruhig am Haken hängt. Die lässige Schöne an der Litfaßsäule nebenan soll doch keinen Schaden nehmen. Mit viel Gefühl und die letzten Meter ohne Sicht, nur über Funk dirigiert, versenkt Regel das Teil in der Grube. Das Nächste, bitte.

Viel Geduld, viel Arbeit, viel Geld, viel technisches Geschick und eben einen 500-Tonnen-Kran braucht es, um die Fulda etwas sauberer zu machen.

Zehn Tonnen am Haken

Pressebericht HNA, 03. Februar 2003

Spezialkran zieht historische Lokomotive über das Dach des Landesmuseums mehr...
Spezialkran zieht historische Lokomotive über das Dach des Landesmuseums

Kassel. Eine Lokomotive in luftiger Höhe. Ja sind wir denn in Lummerland? Mitnichten. Die Lokomotive in Kassel hängt Mittwochmorgen nicht, wie in der Augsburger Puppenkiste, an dünnen Fäden, sondern an vier kräftigen Zugriemen.

Die Passanten, die sich am Vormittag in der Humboldtstraße hinter dem Landesmuseum eingefunden haben, staunen ordentlich, als über ihre Köpfe hinweg eine fast zehn Tonnen schwere Elektrolok schwebt. Das historische Stück, 1905 von Henschel für die Königliche Sächsische Staatsbahn gebaut, verlässt seinen Bahnhof im Landesmuseum und kehrt nach Rothenditmold zurück.

Die Lok wird in eine Henschelhalle gebracht und dort konserviert.“ erzählt Ulf Leinweber, Sammlungsleiter im Landesmuseum. Die E-Lok, die einst zwischen Dresden und Deuben fuhr und 1979 aus der DDR nach Kassel gekauft wurde, passe nicht mehr in das Konzept des Museumsstandorts, erklärte Leinweber.

Die Zukunft der alten Maschine mit der Nummer 7443 scheint geregelt. Sie soll einen Platz im geplanten Museum mit weiteren Henschelgeräten einnehmen. „Es muss jetzt aber erst einmal ein Konservierungskonzept erstellt werden“, sagt Metallrestaurator Freidrich Trier. Die Lok, die jahrelang im Innenhof im Landesmuseum ihren Platz hatte und leichte Spuren der Witterung aufweist, müsse nun vor weiterer Korrosion geschützt werden.

Für die Männer der Baunataler Kranfirma Regel ist der spektakuläre Einsatz über das Museumsdach technisch gesehen kein Problem. „Es ist eigentlich ein ganz normaler Einsatz“, sagt Kranführer Robert Reglin. Ganz alltäglich sei er trotzdem nicht, meint Regel Geschäftsführer Dieter Krause, weil man ein „Kunstobjekt am Haken hat“.

Das schwere Spezialfahrzeug mit einem Eigengewicht von 60 Tonnen und zusätzlich 50 Tonnen schweren Ballastplatten zählt nicht einmal zu den größten Geräten des Unternehmens. Das größte Kranfahrzeug ist in der Lage, ein Gewicht bis zu 500 Tonnen anzuheben.

Auf 50 Meter fährt am Mittwoch der Arm des Kranes am Museum aus. Die zehn Tonnen Gewicht lassen sich scheinbar spielerisch bewegen. An den vier Riemen hängt die Lok ganz sicher und wird in ungefähr 20 Metern Höhe über dem Boden aus dem Museum auf die Straße gezogen und auf einen Lastwagen gesetzt. Als Reglin seine Ladung sicher auf dem Boden absetzt, applaudieren die Fußgänger spontan. Die grün-schwarze Lokomotive verschwindet und soll bald in neuem Glanz an anderer Stelle bestaunt werden können.

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